Neue Winterausstellung in Wittingen

Das Künstlernetzwerk art38 stellt wieder in der Vorhalle des Klinikums in Wittingen aus. Unter dem Motto „Kontraste“ präsentiere ich ein Foto aus der Serie der Nachtfahrten:

Menetekel

 

Außerdem zeige ich in meiner Installation „eingemacht für harte Zeiten“ Fotos in alten Einmachgläsern und Resonanzbilder in Saftflaschen auf einem alten Kellerregal. Der Mensch braucht ja nicht nur Nahrung für den Leib sondern auch für die Seele.

für die Sehnsucht nach Weite

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Die Regenbilder in Fensterrahmen werden im Dialog mit der Malerei von Christina Fischer präsentiert.

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Auf der Hinfahrt nach Wittingen regnete es, so dass ich gleich noch mal Experimente mit dem Regen an den Autoscheiben machen konnte. Faszinierend.

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Diese Regenbilder inspirierten mich dann zu einem weiteren Experiment auf der Rückfahrt, ich legte den Fokus auf den Wegesrand.

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Die Ausstellung in Wittingen ist bis März 2016 zu sehen:
HELIOS Klinik Wittingen, Gustav-Dobberkau-Str. 5,
täglich geöffnet bis 20.30 Uhr.
Ich freue mich über Rückmeldungen. Meine Fotos und Objekte sind auch käuflich zu erwerben. Bei Interesse schicken Sie mir eine Mail.

art38 „Fragmente“

Im Rathaus der Stadt Gifhorn zeigen Mitglieder des Künstlernetzwerkes art38 eine Auswahl ihrer Arbeiten, die im Frühjahr 2014 in der umfangreichen Ausstellung in Hannover präsentiert wurden. Die Ausstellung ist bis zum 1. Dezember 2014 im Foyer und im
1. Obergeschoss des Rathauses zu besichtigen.
Öffnungszeiten: Mo bis Do 8.30 – 17 Uhr, Fr 8.30 – 12 Uhr

Zur Eröffnung am Dienstag, 4. November um 19 Uhr lade ich Sie herzlich ein!!!

Begrüßung: Bürgermeister Matthias Nerlich
Einführung: Charlotte Dreschke, Leiterin der Kreiskunstschule

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Ich zeige drei Beispiele aus der Serie der BaumHäute

Noch eine Woche!

Die  Ausstellung in Meine – geh.fährtinnen geh.danken geh.wege – ist noch eine Woche zu sehen und zu erleben. Für alle Orte können Sie mit mir besondere Besichtigungstermine verabreden. Rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir!

Die Galerie ist ganz offiziell am Donnerstag noch mal von 10 – 18 Uhr geöffnet.
Ich zeige dort „My way“ als Diaschau mit „wandernden Bäumen“

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und „Erinnerungen an Weichenstellungen“ in meinem Leben.

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„Meine Küche“ ist ja von Montag bis Sonnabend zu den regulären Geschäftszeiten geöffnet. Da können Sie jederzeit allein gucken gehen, aber Sie können sich auch eine Begleitung wünschen.

ich zeige dort z.B. eine Auswahl der Dublin Dutts, weil sich an ihnen auch Fragen zur Frauenrolle erörtern lassen,

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und „Eingemachtes für harte Zeiten“

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In der Scheune können Sie mich in dieser Woche noch am Donnerstag nachmittags antreffen und auch am Sonnabend. Über die Installation „HausTräume“ können Sie den Extra-Beitrag lesen. Aber es gibt dort natürlich noch andere Dinge zu entdecken. Die Treppen unter den Brücken aus der Serie der drive-by-shootings:

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eine Gemeinschaftsarbeit mit Henry K., die KunstZerstörung:

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undScheune3 die versteckte Kunst, mit der wir darauf aufmerksam machen, dass „Kunst-Gucken“ auch etwas wert ist. Wie bei Straßenmusikern, denen wir ja auch etwas in den Hut werfen, weil die Musik uns Freude gemacht hat.

Ich freue mich auf alle Fälle auf alle Besucher, die in dieser Woche noch den Weg in die Ausstellung finden!

 

Meine Assoziationen zu der Installation HausTräume

Im Rahmen der Ausstellung geh.fährtinnen – geh.danken – geh.wege ist in der Scheune Frixe-Glindemann eine Installation „HausTräume“ entstanden.

Die erste Idee war schlicht. Der Hofbesitzer nimmt uns wohlwollend und freundlich auf: „Gucken Sie, wie Sie das nutzen können, und dann ist mehr Leben auf dem Hof.“ Ungefragt erzählt er etwas von den Flüchtlingen, die damals, als er ein kleiner Junge war, auf dem Hof lebten und arbeiteten. Ich komme mir vor wie ein Kunstflüchtling, der ein Dach über dem Kopf angeboten bekommt. In schlafloser Nacht entsteht daraufhin die Idee von „Behausung“. Bei erneuter Besichtigung der Räumlichkeiten ist ganz schnell klar, welches der Ort dafür ist: die eine Pferdebox.  Gudrun entwickelt später dazu die Installation zur Obdachlosigkeit in der zweiten Pferdebox.

Für mich geht es also erst mal um eine Dachkonstruktion. Mein Mann, meine Tochter und ein alter Freund helfen mir bei der Planung und technischen Ausführung.
Die Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten bringt das Thema „equal pay“ in die Hausplanungen rein. Es soll ja ein Kalender zur Ausstellung gestaltet werden. Die 15 Monatsblätter sollen zum Ausdruck bringen, dass Frauen 15 statt 12 Monate arbeiten müssen, um auf das Jahresgehalt der Männer zu kommen. Mein Traum vom Haus hätte also auch viel früher Wirklichkeit werden können, wenn ich eine angemessene Bezahlung bekommen hätte. Und nicht nur die unsicheren und niedrigen Honorare für hochqualifizierte Arbeit. Wobei ich ja sogar froh war, dass ich diese Jobs überhaupt bekam.
In diesem Zusammenhang konkretisiert sich die Ausführung der Wände: Sie werden mit Seiten aus Wohnzeitschriften tapeziert, das Sitzmobiliar aus Stapeln davon gebaut.
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Die Auswahl der geeigneten, gut lesbaren Seiten führt mir dann vor Augen, mit welchen Botschaften ich bei der Lektüre „gefüttert“ worden bin: „Schöner Wohnen beginnt mit einem Abo“. Und dass ich „gut betucht“, also erfolgreich bin, zeige ich mit der entsprechenden Ausstattung meiner Wohnung.
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Ich beziehe deshalb auch die Futterkrippen mit ein. Ich habe mich mit dieser Ideologie „füttern“ lassen, habe auch jahrelang mit Hilfe der Zeitschriften davon geträumt, mir mit meinem Zuhause einen Ort der Sicherheit und Geborgenheit zu schaffen.

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Da kommt natürlich auch wieder meine persönliche Geschichte als Kind von Flüchtlingen rein – und mir wird klar, dass ich doch schon zwei andere Ausdrucksweisen, natürlich abhängig von dem Zusammenhang und dem Ort, zu diesem Thema gebaut habe: das Nest mit der Geschichte meiner Ahninnen, die Marien-Oase aus dem Schutzmantel der Madonna.
Und schon bin ich bei den Buden der Kinder, den guten Erinnerungen an die Zeit in der besten aller Höhlen im Mutterleib.

Zurück zur Verführung. Als ich das Dach nur mit rotem Tuch bespannen will, gibt es Protest von verschiedenen Seiten, vor allem von meinem Sohn. „Nein, Du musst schon bei den roten Ziegeln bleiben, auch wenn das technisch nicht so einfach durchführbar ist.“ Ich habe nämlich die rotesten Seiten aus den Wohnzeitschriften gesammelt. Aber wie soll ich damit das Dach decken? Ich spreche mit verschiedenen erfahrenen Frauen. Am liebsten aufnähen – aber so viele Blätter auf ein großes Laken? Da müsste ich schon eine erfahrene Quilterin sein. Welcher Klebstoff könnte geeignet sein? Der nicht durchschlägt, aber hält.

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Als das Dach dann gespannt ist, erinnert das Haus an das Lebkuchenhaus der Hexe von Hänsel und Gretel. Verführung pur. Und das löst bei mir Assoziationen in verschiedene Richtungen aus: Welche Rolle spielt der Luxus im Elternhaus dabei, dass so viele junge Menschen das „Hotel Mama“ so lange bewohnen? Und: Ich und viele andere Frauen und manche Männer wollen auch so schön und trendy und anerkannt und bewundert und beneidet wohnen, wie es in den Zeitschriften gezeigt wird.
Als das Haus – die Installation „HausTräume“ – dann fertig ist, Tische und Betten und Teppiche ausprobiert und wieder verworfen sind, und ich das erste Mal drin sitze und mich darin umblicke, ist ein weiteres Gefühl da: „und sie fanden keinen Raum in der Herberge“. Damit bin ich auch bei den ganzen Flüchtlingsdramen, die sich gerade wieder an so vielen Orten auf der Welt abspielen.
Seitdem die Ausstellung läuft, kommt auch das Thema der Gastfreundschaft rein: man kann wunderbar zu sechst unter diesem Dach hocken und Tee trinken – oder Erbsensuppe essen.

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Kommen Sie doch in der Zeit bis zum 19. Oktober an einem Donnerstag oder Sonnabend in die Scheune, Frixe-Glindemann, Hauptstr. 31 in Meine, und probieren Sie aus, welche Gedanken und Gefühle bei Ihnen entstehen! Ich lade Sie herzlich ein.

Teatime mit Virginia Woolf, Mrs. Dalloway

Virginia Woolf
Virginia Woolf, 1927

 

 

 

 

 

Das ganz besondere Literaturerlebnis, die winterliche Vorlese-Serie, findet in diesem Jahr auf vielfachen Wunsch am späten Nachmittag statt, zur Teezeit um 17 Uhr.

Ich lese das Buch „Mrs. Dalloway“ von Virginia Woolf vor, als Fortsetzungsserie, und wir sprechen in der Runde von maximal 8 Frauen über die Fragen, die sich dazu stellen. Vielleicht entdecken Sie, was Ihnen bekannt vorkommt oder Sie hören staunend von ganz anderen Erlebens- und Verhaltensweisen, und insgesamt läßt sich der Blick auf Ihr eigenes Leben schärfen. Nebenbei erfährt frau auch ein bisschen von Virginia Woolf, einer großen Ikone der Frauenbewegung, die sich selbst nicht als Feministin sah. Ich freue mich auf anregende und vergnügliche Nachmittage.

Wir treffen uns immer mittwochs um 17 Uhr, etwa zweieinhalb Stunden
19. November 2014, 3. Dezember, 17. Dezember
7. Januar 2015, 21. Januar, 4. Febuar, 18. Februar, 4. März,
18. März, 15. April
Abschlußveranstaltung 29. April, auch ab 17 Uhr bis in die Nacht

Die Serie kostet 210, – €/200, – € bei Vorauszahlung

Wege entstehen im Gehen

Bilder für die Seele finden mit der Farbe Silber

Die neue Jahresserie für Frauen kann erst nach den Herbstferien im November beginnen, weil ich in diesem Jahr an einem größeren Ausstellungsprojekt arbeite.
Es wird wieder ein Experimentierkurs, wie schon zu Rot, Blau und Gelb, Grün, Lila und Orange, Weiß und Schwarz und zuletzt Gold.
Im einem gemeinsamen Prozess schälen sich die Themen heraus, die die beteiligten Frauen mit der Farbe Silber in Verbindung bringen. Durch die Auseinandersetzung mit den Gestaltungen entstehen jeweils die neuen Aufgabenstellungen. Das hat natürlich auch mit der Zusammensetzung der Gruppe zu tun, es wird nicht alles, was zu Silber gehören kann, abgedeckt. Als einmal parallel zwei Gruppen zu Blau liefen, entstanden ganz verschiedene Schwerpunkte. Die eine Gruppe beschäftigte sich mit dem Blau der Höhe, Himmelblau, und allen dazu gehörenden Gefühlen, die andere mit dem Blau der Tiefe, dem dunklen Blau des Meeres, und den entsprechenden Assoziationen. Es finden sich aber immer wichtige Gemeinsamkeiten. Bei Grün kristallisierte sich zum Beispiel das Oberthema „Neubeginn“ heraus, wobei es um ganz unterschiedliche Neuanfänge ging, weil die Frauen aus verschiedenen Lebensabschnitten kamen.
Der letzte Termin ist eine Tagesveranstaltung, in der jede Teilnehmerin eine Abschlussarbeit gestaltet, die eine Art Resümé ist.
Es kommt bei dieser Arbeit nicht auf künstlerische Kenntnisse und Fähigkeiten an. Lassen Sie sich ein!

Die Termine sind immer freitags
ab 15 Uhr bis gegen 20 Uhr
Das Finale findet an einem Sonnabend ganztägig statt

14. November 2014, 12. Dezember, 9. Januar 2015, 6. Februar,
6. März, 17. April, 15. Mai, 12. Juni, 10. Juli, 4. September
Finale 10. Oktober 2015

Kosten für die ganze Serie, einschließlich Materialkosten,
750, – €

Gold und Silber

Ich biete seit vielen Jahren „Farb-Seminare“ an, in denen Frauen malend in einem gemeinsamen Prozess Erfahrungen zu ihrem aktuellen Lebensgefühl und zu dem, was ihnen gut tut, machen können. Nach Rot und Blau und Gelb, Grün, Lila, Orange, Weiß und Schwarz war nun 1 Jahr lang, 10 Termine plus Finale, Gold an der Reihe. Eine der Teilnehmerinnen aus der Gold-Gruppe hat mit mir zusammen ein paar Fotos für einen Einblick in die Arbeit herausgesucht.

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Gemalt wird in meinem „Küchenatelier“ und einem kleinen Nebenraum, im Frühling, Sommer und Herbst nach Möglichkeit auch im Garten. Ein besonderes Highlight ist immer der Abschlusstag, an dem in einem Bild die „Essenz“ der Entdeckungen des  ganzen Jahres dargestellt wird.

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Dieser Abschlusstag wird auch immer als kleines Fest gestaltet, mit Kleidung in der Jahresfarbe und einem Mitbringbüffet mit Speisen in der entsprechenden Farbe. Diesmal gab es zum Beispiel als Nachtisch Schokoladenpudding mit Goldstaub.

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Und dann gestaltet jede Teilnehmerin ihre eigene Ausstellung, drin oder draußen.

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Wichtige Wörter, die die Teilnehmerinnen mitgenommen haben, waren wie hier Goldkraft, Vertrauen und Selbst-Vertrauen.

Die Jahresserie zu Silber fängt im November 2014 an. Die Ausschreibung folgt.

Jahresausstellung und artTour: 13./14./15. Juni

In diesem Jahr ist die zentrale Ausstellung des Künstlernetzwerkes wieder im Kavalierhaus in Gifhorn, Steinweg 3, zu sehen.
Sie beginnt mit einer Vernissage am Freitag, 13. 6. um 19 Uhr.
Am Samstag, 14. 6. ist die Ausstellung von 10 – 17 Uhr geöffnet,
am Sonntag, 15. 6. von 11 – 17 Uhr.

Die dezentralen Ausstellungen sind geöffnet
am Samstag, 14. 6. von 12 – 19 Uhr,
am Sonntag, 15. 6. von 11 – 17 Uhr
(Übersicht über die Ausstellungsorte im Internet unter http://www.art38.de)

Ich freue mich, Sie diesmal wieder in der Schulstr. 10 in Meine willkommen zu heißen. Ich zeige unter anderem die Weiden-Zeit-Serie, die schon in der Ausstellung in Hannover zu sehen gewesen ist und die hier mit der Original-Weide vor dem Haus besonders interessant ist. Und ich stelle auch beide Tafeln mit den Dublin-Dutts auf, mit denen sich ein paar Besucher in Hannover einen besonderen Spaß erlaubt haben.

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Und dann gibt es noch was besonderes: Magdalena Lux und Susanne Rauls zeigen als special guests aktuelle Arbeiten.